Auch wenn ich es hin und wieder kurz vergesse, weiß ich doch genau: Es sind die kleinen Dinge im Leben, auf die es ankommt:
Diese kostbaren Augenblicke, in denen wir den Alltagstrubel und das Chaos in der Welt hinter uns lassen. Diese Momente, in denen wir einfach nur da sind, einfach sein dürfen. In denen die Freude in uns sprudelt oder die Ehrfurcht vor dem Leben uns mit Dankbarkeit erfüllt. Kurzum: In denen wir uns und das Leben aufrichtig und präsent fühlen.
Inspiriert vom Beitrag meines Blog-Buddys Astrid Engel möchte auch ich dem Aufruf von Marianna Sajaz folgen und in diesem Artikel genau diese kleinen großen Momente festhalten. Denn wie Marianna ebenfalls ausführt: Glück und die „Ausdehnung der Glückseligkeit“ als Lebenssinn (wie sie Maharishi Mahesh Yogi zitiert) ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung.
Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern darf mich (und vielleicht auch dich) immer mal wieder daran erinnern, in meinem Leben genug Raum für ein großes Stück Glück zu lassen – und auch proaktiv zu schaffen.
Über meine Sinne – und damit die Beziehung zur Außenwelt
- Kaffee – vor allem wenn er mir sogar noch ans Bett gebracht wird. Und Cappuccino unterwegs!
- in einem See oder im Meer baden und im kühlen Nass eine Runde schwimmen
- Duft und Farbe von Blumen – ob Magnolien, Tulpen oder Rosen
- der Geruch von frisch gemähtem Gras
- liebevoll zubereitetes Essen
- leckeren Kuchen oder Eis essen
- eine Runde Tischkicker oder Tischtennis – vor allem wenn ich gewinne 😀
- Badminton spielen
- der Stille der Unterwasserwelt lauschen und die Fische beim Tauchen in ihrem Element beobachten
- bei einem Sonnenauf- oder -untergang das Naturschauspiel genießen
- Wenn ich mich durch Lieder mit der ganzen Welt verbunden fühle
- Regentropfen lauschen
- ein kühles Bier, ein Gäschen Wein oder eine spritzige Johannisbeerschorle an einem sonnigen Tag
- das Vogelgezwitscher vor unserem Häuschen
- kühles (nicht zu kaltes!) Sprudelwasser
- Das Gefühl nach einer perfekt auf die Tagesform angepassten Sporteinheit: nicht zu viel, nicht zu wenig – perfekt dosiert eben
- wenn ich nachts aufwache und mein Freund und unser Kater neben mir liegen
- die Kraft eines kräftigen Gewitters spüren – bedrohlich, faszinierend und kraftvoll zugleich
- Moglis unglaublich weiches und flauschiges Fell am Bauch kraulen und seinem zufriedenen Schnurren lauschen
- Strahlend blauer Himmel – insbesondere mit einer saftig grünen Pflanze davor – ich liebe diesen Kontrast!
- wenn die Sonne im Wald für faszinierende Schattenspiele sorgt
- ein Saunagang – idealerweise mit ansprechendem Duft beim Aufguss und beim Abkühlen an der frischen Luft mit echtem Gras unter den Zehen (mit und ohne Schnee) und ein paar Bahnen im Pool
- Klangschalen – gerne auch in der Sauna, aber die höre ich fast überall gern
- stimmungsvolle Lichterketten (mit Timer – ansonsten bleiben sie bei mir die meisten Tage leider doch aus)
- neue Blätter oder gar Blüten bei meinen Pflanzen – sofern ich nicht gerade im Stress bin freue ich mich darüber wie ein vegetarisches Schnitzel
- in der Salzgrotte unter einer weichen Decke relaxen
- frühstücken gehen (oder auch abends essen gehen – aber Frühstück ist für mich nochmal ein besonderes Highlight)
- wenn ich nachts draußen bin und den hellsten Stern am Himmel finde (als Kind erzählten mir meine Eltern, dass unsere geliebten, verstorbenen Verwandten von dort runter schauen und auf mich/uns aufpassen)
- wenn ich eine Sternschnuppe sehe
- auf unserem Fensterplatz sitzen und nach draußen schauen oder schreiben
- durch die Weinberge radeln, walken oder joggen
- beim Wattwandern oder auch so am Strand den Sand zwischen den Zehen zu spüren
- frisch gewaschene Bettwäsche
- frisch geputzte Waschbecken
- wenn ich morgens aufwache und keinen einzigen Termin an diesem Tag habe (schon am Vortag freue ich mich ausgiebig darüber)
- eine Massage
- dem Lodern und Knistern eines Feuers zuschauen bzw. lauschen
- beim Fasten – und dem dadurch entstehenden Fokus aufs Wesentliche
- Wenn ich ein Lied so richtig fühle, laut mitsinge und tanze
- wenn ich mit FreundInnen die ganze Nacht tanze
- wenn ich etwas esse, das für mich nach Kindheit schmeckt: Grießbrei, Dampfnudeln, Semmede, bestimmte Suppen oder Kartoffelsalat
- wenn jemand für mich kocht
- Wenn etwas, was ich gerne mag, im Angebot ist
- Wenn ich etwas kaufen möchte und es nur wenige Tage später in einem Laden in meiner Nähe finde (vor allem wenn es dann noch im Angebot ist😅🤭)
In der Beziehung zu mir selbst
- wenn ich Dinge tue, die ich mich früher nie getraut hätte
- wenn in herausfordernden Situationen einfach positive, wohlwollende Gedanken und eine riesige Portion Selbstmitgefühl in mir aufsteigen – statt dem ständigen inneren Kritiker, der bei mir lange Zeit auf dem Beifahrersitz saß und mich nörgelnd durchs Leben navigierte
- Wenn ich über mich selbst lachen kann, nachdem ich festgestellt habe, dass ich (mal wieder) in alten Strukturen oder Verhaltensmuster hänge
- wenn ich mir in schwierigen Situationen selbst eine gute Freundin sein kann
- Wenn ich mich wie ein Kind über Kleinigkeiten freuen kann
- Wenn ich stolz auf mich selbst bin, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die mir, meinen Werten und/ oder meinen Bedürfnissen entspricht
- Wenn das Leben es mir einfach macht und sich mal einfach alles ganz leicht anfühlt
In der Beziehung zwischen mir selbst und meiner Arbeit
- die Arbeitswelt der Zukunft als Wirtschaftspsychologin (pro)aktiv mitgestalten dürfen
- wenn mich jemand fragt, was Wirtschaftspsychologie eigentlich ist – dabei gerate ich regelmäßig ins Schwärmen
- wenn ich mit meinem Tagewerk zufrieden bin – ob mit meinen Ergebnissen oder mit meinen Entscheidungen, etwas nicht/ anderes zu tun
- wenn eine Person, die ich schätze, sagt: „Hey, ich arbeite richtig gerne mit dir!“
- Wenn mir ein Coachee sagt: „Wow, unsere Zusammenarbeit und die Gespräche mit dir bringen mich richtig weiter“
- wenn ich ein Projekt realisiere oder ein Ziel erreiche, das mir wichtig ist
- wenn ich eine Aufgabe erledigt habe, die ich lange vor mir her geschoben habe
- wenn ich lächelnd zugeben kann, dass ich mit einem Projekt oder einem Ziel, das mir wichtig ist, noch nicht so weit bin, wie ich mir vorgenommen habe – weil ich (kurzfristig) andere Prioritäten gesetzt habe oder sich die Situation anders entwickelt hat als gedacht
- wenn ich eine Aufgabe, ein Ziel oder ein Projekt loslassen kann, das nicht (mehr) zu mir passt
- wenn ich es schaffe, mir selbst zu erlauben, Fehler zu machen, zu lernen, zu wachsen
- wenn ich meinen Perfektionismus lächelnd an die Hand nehmen kann und mich so vor Selbstausbeutung schütze
In der Beziehung zu anderen – menschliche Verbundenheit und Gemeinschaft
- Meine Familie – erst spät wurde mit klar, wie einzigartig unser Verhältnis ist
- wenn ich meine Schwester umarme, die alles ist für mich
- Wenn mein Freund Jan Essen für mich kocht, das ich besonders mag oder mir gewünscht habe
- wenn ich sein darf, wie ich bin – und mich trotzdem und gerade deshalb geliebt fühle
- Wenn Menschen sich durch mich, mein Handeln oder mein Sein inspiriert fühlen
- Wenn das Leben mir durch die Worte und Taten meiner Mitmenschen zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin
- Wenn ich mit FreundInnen telefoniere oder spreche, die mich inspirieren und mein Leben auf sooo vielen Ebenen bereichern
- Wenn mir mein soziales Netz (mal wieder) zeigt, dass – egal was passiert – ich gar nicht so tief fallen kann
- wenn ich Menschen zum ersten Mal treffe und direkt eine tiefe und authentische Beziehung entsteht
- wenn ich FreundInnen nach wochen-, monate- oder gar jahrelanger Funkpause wieder sehe und wir beide spüren, dass Zeit für uns irgendwie kaum eine/keine Rolle spielt
- wenn unser Kater Mogli wild miauend zurück ins Häuschen kommt, um meine Beine streift und gurrend seinen Kopf in meine Hand drückt
- oder wenn Mogli angerannt kommt, wenn wir seine Leckerli-Dose schütteln, auf der steht: „Glück darf auch mal klein sein“ – und er dann ganz putzig in Erdmännchen-Manier aus der Hand frisst, meine Finger noch genüsslich abschleckt oder hinter den geworfenen Leckerli herrennt
- Wenn ich jemandem ein aufrichtiges Kompliment mache und die Person es annehmen kann
- Wenn jemand eigene Nachteile in Kauf nimmt und/oder das eigene Ego zurückstellt, um „der übergeordneten Sache zu dienen“ (zum Beispiel den eigenen Job riskieren, weil es sonst nicht mit den persönlichen moralischen Grundsätzen vereinbar ist oder sich schützend vor jemanden zu stellen, der/die gerade mit dem Rücken zur Wand steht – auch wenn man sich selbst dadurch unbeliebt fühlt)
- Wenn ich in meinen Sammlungen stöbere, in denen ich Zitate von Menschen gesammelt habe, die mir etwas für mich Bedeutungsvolles gesagt haben
- wenn Menschen für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse eintreten, auch wenn es schwer ist und starker Gegenwind kommt
- Wenn sich Menschen selbstlos für die Bedürfnisse anderer einsetzen, die es in diesem Moment aus welchen Gründen auch immer selbst nicht können
- Wenn ich einen Menschen kennenlerne und innerhalb kürzester Zeit auf eine Gemeinsamkeit stoße, die uns beide fasziniert oder interessiert
- Wenn wildfremde Menschen zusammen Freestyle tanzen
- Eine innige Umarmung
- wenn sich jmd im Ehrenamt oder seiner Freizeit stark für etwas macht, das ihm/ihr wichtig ist – seien es andere Menschen oder z.B. die Wildvogelhilfe, über die ich durch Mogli gestolpert bin
- Wenn ich eine Win-Win-Situation schaffen kann, von der alle Beteiligten profitieren
- Wenn jmd sich traut, auf die Frage „wie geht es dir?“ ehrlich zu antworten – oder sie mir mit aufrichtigem Interesse stellt
- wenn jemand in einem herausfordernden Moment meinen Rat, meine Unterstützung oder meine Expertise sucht oder meine Meinung hören möchte
- Wenn ich meine persönlichen Erfahrungen ausdrücke – ob beim Bloggen oder im direkten Gespräch – und dabei Köpfe und Herzen berühre
- Wenn jmd großzügig ist – auch mit dem eigenen Besitz, aber mehr noch mit den individuellen Talenten, der eigenen Zeit, Energie und Aufmerksamkeit
- Wenn ich meine persönlichen Erfahrungen in den Beschreibungen anderer wieder finde und ich mich so daran erinnere, dass wir alle Menschen sind. Dass wir alle nur mit Wasser kochen. Dass jede*r seinen eigenen Weg gehen und dabei das individuelle Päckchen tragen muss. Aber dass man da nicht alleine durch muss.





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